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Günter Cohn, *1930

deportiert 1941
ermordet in Minsk


Wegesende 16
Bremen-Mitte


Wegesende 16 - Weitere Stolpersteine:


Günter Cohn

geb. 24.11.1930

Fedor Günter Cohn war der Sohn von Alfred und Wilma Cohn.

Alfred Cohn wurde am 3.6.1894 in Berlin geboren. Seine Eltern hießen Frenzel Cohn und Rebecka, geb. Levin.

Am 31.10.1929 heiratete er in Berlin Wilma Herz (geb. 25.6.1906 in Fähr, Kreis Blumen-
thal). Am 24.11.1930 wurde in Berlin der Sohn Fedor Günter geboren, ab August 1932 war die Familie Cohn in Bremen, Wegesende 16 gemeldet.

Zum gleichen Zeitpunkt meldete Alfred Cohn als Gewerbe Haus- und Hypothekenmakler an, das er bis 31.12.1938 ausübte. Anschließend war er (Gelegenheits-)Arbeiter. Am 3.6.1939 meldete er erneut ein Gewerbe an: Inseraten-Annahmevertreter des Jüdischen Anzeigenblattes.

Für Wilma Cohn wurde am 9.3.1933 das Gewerbe Heiratsvermittlerin in die Einwohnermeldekarte eingetragen.

Vom 1.11.1940 bis 17.11.1941 lebte die Familie im „Judenhaus“ in der General-Ludendorff-Straße 27 (heute Bürgermeister-Smidt-Straße).

Am 18.11.1941 wurden Alfred, Wilma und Günter Cohn in das Ghetto Minsk deportiert. Dort wurden sie ermordet: sofern sie nicht den unmenschlichen Lebensbedingungen im Ghetto erlagen, fielen sie einer der Massenmordaktionen zum Opfer, die Ende 1942 begannen.

Verfasserin: Barbara Ebeling (2015)

Informationsquellen:
StA Bremen Einwohnermeldekarte

Weitere Informationen:
Glossarbeitrag "Judenhäuser"
Glossarbeitrag Minsk