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Moses Bollegraaf, *1873

deportiert 1941
ermordet in Minsk


Lemwerderstr. 19
Bremen-Vegesack
ehemalige Straßenbezeichnung: Gartenstr. 19


Lemwerderstr. 19 - Weitere Stolpersteine:


Moses Bollegraaf

geb. 23.10.1873 in Siddeburen

Der in der niederländischen Provinz Groningen geborene Moses Bollegraaf lebte mit seiner 1904 geborenen Tochter Bertha Bollegraaf in Oldenburg, bis sie im Rahmen der von der Gestapoleitstelle Wilhelmshaven betriebenen „Evakuierung“ der Juden aus dem oldenburgisch-ostfriesischen Raum 1940 die Stadt verlassen mussten.

Am 29.4.1940 zogen er mit seiner Tochter nach Bremen-Vegesack, wo sie in das „Judenhaus“ in der Gartenstraße 19 (heute: Lemwerder Straße) eingewiesen wurden.

Am 18.11.1941 wurde er – wie auch seine Tochter – von Bremen aus in das Ghetto Minsk deportiert. Dort wurde er ermordet: sofern er nicht den unmenschlichen Lebensbedingungen im Ghetto erlag, fiel er einer der Massenmordaktionen, die Ende Juli 1942 begannen, zum Opfer.


Verfasserin:
Wiltrud Ahlers (2011)

Informationsquellen:
Herbert Obenaus u. a. (Hrsg.), Historisches Handbuch der jüdischen Gemeinden in Niedersachsen und Bremen, Bd. II, Göttingen 2005 (S.1191)
Günther Rohdenburg / Karl-Ludwig Sommer, Erinnerungsbuch für die als Juden verfolgten Einwohner Bremens, Bremen 2006

Weitere Informationen:
Glossarbeitrag "Judenhäuser"
Glossarbeitrag Minsk