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Moritz Gompertz, *1865

deportiert 1942 nach Theresienstadt
tot 1.1.1943


Parkallee 31
Bremen-Schwachhausen

Moritz Gompertz

geb. 19.8.1865 in Geldern

Moritz Gompertz war von 1929 bis 1942 in Bremen gemeldet. Zuerst wohnte er in der Parkallee 31, während der letzten vier Jahre bei seiner Tochter in der Bismarckstraße 51.

Moritz Gompertz war mit Luise Lehmann verheiratet, aus dieser Ehe gingen zwei Kinder hervor: Arthur, geb. 1889 und Erna, verh. Peters, geb. 1895. Nach den Nürnberger Gesetzen war Moritz Gompertz „Volljude“, während seine Kinder „Halbjuden“ waren.

Moritz Gompertz war Kaufmann und verdiente seinen Lebensunterhalt als Vertreter der Rodewischer Wäschefabrik. Die Angaben über seinen Verdienst schwanken zwischen 500 und 1.100 Reichsmark monatlich. Ab 1933 ging sein Einkommen zurück, und 1936 wurde er entlassen, weil er Jude war. Seine Tochter Erna unterstützte die Eltern in den Jahren 1936 bis 1938 mit monatlich 300,- RM.

Am 19.8.1938 starb Luise Gompertz und Erna nahm den Vater in ihre Wohnung in der Bismarckstr. 51 auf. Sie unterstützte ihn auch weiter finanziell.

Am 23.07.1942 wurde Moritz Gompertz von Bremen in das Ghetto Theresienstadt deportiert und ging dort am 1.1.1943 zugrunde.

Verfasserin: Kristine Grzemba

Informationsquelle:
Staatsarchiv Bremen, Akte 4,54-E3275

Weitere Informationen:
Glossarbeitrag Rassengesetzgebung
Glossarbeitrag Theresienstadt