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Sophie Dunkel, geb. Gans, *1876

deportiert 1942 nach Theresienstadt
ermordet in Auschwitz


Beim Paulskloster 16
Bremen-Mitte
ehemalige Straßenbezeichnung: Mühlenstr. 16

Sophie Dunkel

geb. 23.9.1876 in Dornum

Sophie Dunkel wurde als Tochter von Sarah Abrahams, geb. Fischer, und Isaak Moses Gans geboren. Am 2.3.1901 heiratete sie in Bremen den Hilfsmonteur Heinz Dunkel, geb. 4.7.1875 in Beuren/ Kreis Worbis.

Das Ehepaar wohnte zunächst im Bremer Ortsteil Oslebshausen und war dann ab 4.9.1923 Beim Paulskloster 16 (ehemals Mühlenstraße 16) gemeldet. Am 4.2.1925 starb Heinz Dunkel. Die Ehe war kinderlos geblieben.

Auf der Einwohnermeldekarte war bei Sophie Dunkel in der Rubrik Konfessionszugehörigkeit zunächst „evangelisch“, nachträglich jedoch „mosaisch“ eingetragen worden. Allerdings wurde sie als „Geltungsjüdin“ bezeichnet. Nach einer Aktennotiz vom 17.1.1942 weigerte sich Sophie Dunkel, den für alle Jüdinnen ab 1.1.1939 verbindlich vorgeschriebenen Vornamen „Sarah“ anzunehmen. Erst Anfang 1943 - Monate nach ihrer Deportation am 23.7.1942 in das Ghetto Theresienstadt - wurde dieser ihr aufgezwungene Name tatsächlich aus den Akten des Standesamtes Bremen-Mitte gelöscht.

Die Spur von Sophie Dunkel verliert sich im Vernichtungslager Auschwitz, in das sie am 15.5.1944 vom Ghetto Theresienstadt aus weiter verschleppt worden war.


Verfasserin:
Barbara Ebeling (2011)

Informationsquellen:
Staatsarchiv Bremen, Einwohnermeldekarte

Weitere Informationen:
Glossarbeitrag Theresienstadt
Glossarbeitrag Auschwitz
Glossarbeitrag Rassengesetzgebung