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Rika Fränkel, geb. van der Berg, *1892

deportiert 1941
ermordet in Minsk


Hemelinger Bahnhofstraße 16
Bremen-Hemelingen

Verlegedatum: 07.06.2012


Hemelinger Bahnhofstraße 16 - Weitere Stolpersteine:


Rika Fränkel

Rika Fränkelgeb. 4.9.1892 in Westgroßefehn

Rika Fränkel, geb. van der Berg, war die Tochter von Heymann van der Berg und seiner Ehefrau Berutha, geb. Dalsheim. Drei Kinder des Ehepaares sind bekannt: Carolina (geb. 1880), Moses (geb. 1887) und Rika.

Am 6.6.1921 heiratete sie Siegfried Fränkel (geb. 1891 in Hamburg). Die Heirat fand in Timmel bei Aurich statt. Hier wurde auch ihre Tochter Betty am 27.3.1922 geboren. Im Jahr nach ihrer Geburt zog das Ehepaar wieder nach Bremen, zunächst in die Osterholzer Landstraße. Am 16.1.1930 zogen sie dann in die Hemelinger Bahnhofstraße 16 ein.

Weitere Lebensdaten sind nicht bekannt, da nur noch eine Einwohnermeldekarte von ihr vorliegt.

Am 18.11.1941 wurde Siegfried Fränkel mit seiner Familie von Bremen aus in das Ghetto Minsk deportiert. Dort wurden alle ermordet: sofern sie nicht den unmenschlichen Lebensbedingungen im Ghetto erlagen, fielen sie einer der Massenmordaktionen, die Ende Juli 1942 begannen, zum Opfer.

Am 1.9.1940 zogen der Bruder ihres Schwagers Walter Menkel mit seiner Ehefrau Carolina und einem ihrer Söhne zu ihnen in die Hemelinger Bahnhofstraße. Walter Menkel mit Frau und Sohn Kurt Menkel fanden ebenfalls im Ghetto von Minsk den Tod. Rika Fränkels Bruder Moses wurde mit seiner Familie in Auschwitz ermordet.


Verfasser:
Peter Christoffersen (2012)

Informationsquellen:
Staatsarchiv Bremen, Akte 4,54-E4540, Rü 5918, Einwohnermeldekarte
www.joodsmonument.nl
www. alemannia-judaica.de (Leer)

Weitere Informationen:
Glossarbeitrag Minsk