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Arthur Cohen, *1901

deportiert 1941
ermordet in Minsk


Otto-Friese-Str. 1a
Bremen-Vegesack
ehemalige Straßenbezeichnung: Johannisstr. 1a


Otto-Friese-Str. 1a - Weitere Stolpersteine:


Arthur Cohen

geb. 30.12.1901 in Neustadtgödens

Arthur Cohen war von Beruf Kutscher und mit der 1907 geborenen Ilse Cohen, geb. Schirling, verheiratet. Das Ehepaar hatte zwei Töchter, die 1929 geborene Ingrid und die 1935 geborene Hannelore. Mit seiner Familie lebte er in dem „Judenhaus“ in der Johannisstraße 1a (heute Otto-Friese-Straße) in Aumund. Wahrscheinlich hatten sie im Rahmen der von der Gestapoleitstelle Wilhelmshaven betriebenen „Evakuierung“ der Juden aus dem oldenburgisch-ostfriesischen Raum 1940 ihre Heimat verlassen müssen.

Am 18.11.1941 wurde er – wie seine Frau und seine Töchter – von Bremen aus in das Ghetto Minsk deportiert. Dort wurde er ermordet: sofern er nicht den unmenschlichen Lebensbedingungen im Ghetto erlag, fiel er einer der Massenmordaktionen, die Ende Juli 1942 begannen, zum Opfer.


Verfasserin:
Wiltrud Ahlers (2011)

Informationsquellen:
Günther Rohdenburg / Karl-Ludwig Sommer, Erinnerungsbuch für die als Juden verfolgten Einwohner Bremens, Bremen 2006
Herbert Obenaus u. a. (Hrsg.), Historisches Handbuch der jüdischen Gemeinden in Niedersachsen und Bremen, Bd. II, Göttingen 2005 (S.1191)

Weitere Informationen:
Glossarbeitrag "Judenhäuser"
Glossarbeitrag Minsk