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Hannelore Cohen , *1935

deportiert 1941
ermordet in Minsk


Otto-Friese-Str. 1a
Bremen-Vegesack
ehemalige Straßenbezeichnung: Johannisstr. 1a


Otto-Friese-Str. 1a - Weitere Stolpersteine:


Hannelore Cohen

geb. 28.5.1935 in Wilhelmshaven

Hannelore Cohen war die jüngere Tochter des 1901 geborenen Arthur Cohen und seiner 1907 geborenen Ehefrau Ilse, geb. Schirling. Ihre Schwester Ingrid war 1929 geboren. Mit ihrer Familie lebte Hannelore in dem „Judenhaus“ in der Johannisstraße 1a (heute Otto-Friese-Straße) in Aumund. Wahrscheinlich hatte die Familie im Rahmen der von der Gestapoleitstelle Wilhelmshaven betriebenen „Evakuierung“ der Juden aus dem oldenburgisch-ostfriesischen Raum 1940 ihre Heimat verlassen müssen.

Am 18.11.1941 wurde sie – wie ihre Eltern und ihre Schwester – von Bremen aus in das Ghetto Minsk deportiert. Dort wurde sie ermordet: sofern sie nicht den unmenschlichen Lebensbedingungen im Ghetto erlag, fiel sie einer der Massenmordaktionen, die Ende Juli 1942 begannen, zum Opfer.


Verfasserin:
Wiltrud Ahlers (2011)

Informationsquellen:
Günther Rohdenburg / Karl-Ludwig Sommer, Erinnerungsbuch für die als Juden verfolgten Einwohner Bremens, Bremen 2006
Herbert Obenaus u. a. (Hrsg.), Historisches Handbuch der jüdischen Gemeinden in Niedersachsen und Bremen, Bd. II, Göttingen 2005 (S.1191)

Weitere Informationen:
Glossarbeitrag "Judenhäuser"
Glossarbeitrag Minsk