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Ilse Cohen, geb. Schirling, *1907

deportiert 1941
ermordet in Minsk


Otto-Friese-Str. 1a
Bremen-Vegesack
ehemalige Straßenbezeichnung: Johannisstr. 1a


Otto-Friese-Str. 1a - Weitere Stolpersteine:


Ilse Cohen

geb. 5.7.1907 in Rauschenberg

Ilse Cohen, geb. Schirling, war mit dem 1901 geborenen Arthur Cohen verheiratet. Das Ehepaar hatte zwei Töchter, die 1929 geborene Ingrid und die 1935 geborene Hannelore. Mit ihrer Familie lebte sie in dem „Judenhaus“ in der Johannisstraße 1a (heute Otto-Friese-Straße) in Aumund. Wahrscheinlich hatten sie im Rahmen der von der Gestapoleitstelle Wilhelmshaven betriebenen „Evakuierung“ der Juden aus dem oldenburgisch-ostfriesischen Raum 1940 ihre Heimat verlassen müssen.

Am 18.11.1941 wurde sie – wie ihr Mann und ihre Töchter – von Bremen aus in das Ghetto Minsk deportiert. Dort wurde sie ermordet: sofern sie nicht den unmenschlichen Lebensbedingungen im Ghetto erlag, fiel sie einer der Massenmordaktionen, die Ende Juli 1942 begannen, zum Opfer.


Verfasserin:
Wiltrud Ahlers (2011)

Informationsquellen:
Günther Rohdenburg / Karl-Ludwig Sommer, Erinnerungsbuch für die als Juden verfolgten Einwohner Bremens, Bremen 2006
Herbert Obenaus u. a. (Hrsg.), Historisches Handbuch der jüdischen Gemeinden in Niedersachsen und Bremen, Bd. II, Göttingen 2005 (S.1191)

Weitere Informationen:
Glossarbeitrag "Judenhäuser"
Glossarbeitrag Minsk