Sie befinden sich hier | Kapitelüberschrift  Suche
Schriftgroesse verkleinern Schriftgroesse normal Schriftgroesse vergrössern
Diese Seite ausdrucken

Ruth de Haas, geb. Neumann, *1921

deportiert 1941
ermordet in Minsk


Bermpohlstr. 1
Bremen-Vegesack
ehemalige Straßenbezeichnung: Sandstr. 1


Bermpohlstr. 1 - Weitere Stolpersteine:


Ruth de Haas

geb. 1.1.1921 in Vegesack

Ruth de Haas, geb. Neumann, war die Tochter von Arthur Neumann und seiner Ehefrau Rebecca, geb. Herz.

Ihr Vater war Malermeister gewesen und hatte einen eigenen Betrieb mit zwei Gesellen und einem Lehrling gehabt; nach der erzwungenen Aufgabe des Betriebes war er bei der Firma Georg Gleistein als Maler angestellt. Ihr Bruder, Julius Neumann, hatte 1941 eine Schlosserlehre in Hamburg abgeschlossen und war wieder zu den Eltern gezogen.

Ruth de Haas war von Beruf Kontoristin gewesen, aber entlassen worden, weil sie Jüdin war. Am 10.4.1941 heiratete sie den aus Wildeshausen stammenden Siegmund de Haas (geb. 1914). Nach der Eheschließung lebte das junge Paar bei ihren Eltern in der Sandstraße 1 (heute Bermpohlstraße) in Bremen-Aumund.

Am 18.11.1941 wurde Ruth de Haas mit ihrem Mann und ihrer Familie in das Ghetto Minsk deportiert. Dort wurde sie ermordet: sofern sie nicht den unmenschlichen Lebensbedingungen im Ghetto erlag, fiel sie einer der Massenmordaktionen, die Ende Juli 1942 begannen, zum Opfer.

Ihre Großmutter, drei ihrer Onkel und zwei ihrer Tanten, die ebenfalls in Vegesack wohnten, haben die Zeit des Nationalsozialismus überlebt.


Verfasserin:
Wiltrud Ahlers (2011)

Informationsquellen:
Staatsarchiv Bremen, Akte 4,54-E11395
Günther Rohdenburg./.Karl-Ludwig Sommer, Erinnerungsbuch für die als Juden verfolgten Einwohner Bremens, Bremen 2006

Weitere Information:
Glossarbeitrag Minsk