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Ursula Fink, *1921

deportiert 1941
ermordet in Minsk


Gr. Johannisstr. 85
Bremen-Neustadt


Gr. Johannisstr. 85 - Weitere Stolpersteine:


Ursula Fink

geb. 22.7.1921 in Bremen

Ursula Fink war die Tochter von Jeanette Fink, geborene Cohen (geb. 1942 in Wittmund) und von Hermann Fink. Ihre Mutter war Stenotypistin, der Vater betrieb ein Agentur- und Kommissionsgeschäft. Sie hatte eine Zwillingsschwester Henny. Ihre Eltern trennten sich 1925, am 26.5.1931 wurde die Ehe geschieden.

Nach dem Schulbesuch war Ursula als Haushaltshilfe tätig und zeitweilig bei ihren Arbeitgebern gemeldet. Zuletzt wohnte sie wie ihre Schwester Henny und ihre Mutter vom 1.5.1941 bis zum 17.11.1941 im "Judenhaus" in der Großen Johannisstraße 85.

Am 18.11.1941 wurden Ursula Fink, ihre Schwester Henny und ihre Mutter Jeanette Fink nach Minsk deportiert. Dort wurden sie ermordet: sofern sie nicht den unmenschlichen Lebensbedingungen im Ghetto erlagen, fielen sie einer der Massenmordaktionen, die Ende Juli 1942 begannen, zum Opfer."


Verfasserin:
Edith Laudowicz (2012)

Informationsquellen:
Staatsarchiv Bremen, Akte 4,82/1–1/374
Stadtteilarchiv Neustadt, Gespräch Christiane Pohlmann mit einer Klassenkameradin von Henny Fink

Weitere Informationen:
Glossarbeitrag "Judenhäuser"
Glossarbeitrag Minsk