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Siegmund Hammerschlag, *1874

deportiert 1941
ermordet in Minsk


Kreuzstr. 43/51
Bremen-Mitte


Kreuzstr. 43/51 - Weitere Stolpersteine:


Siegmund Hammerschlag

geb. 23.9.1874 in Holzhausen

Siegmund Hammerschlag war der Sohn von Moses und Jeanette Hammerschlag, geb. Löwen. Er blieb unverheiratet. In Bremen war er vom 19.10.1899 bis 1.11.1916 und vom 26.1.1919 bis 17.11.1941 gemeldet.

Im Bremer Adressbuch von 1926 war Siegmund Hammerschlag mit „Schuhwarenhandlung en gros, Weberstraße 7“ eingetragen. In der Zeit von 1930 bis 1939 führte er eine Handlung mit „chemischen Fabrikaten“, zunächst in der Bleicherstraße 57, dann am Sielwall 79 und zuletzt in der Kreuzstraße 43/51. Nach Angaben seiner Schwester Meta war er sehr vermögend.

Im Rahmen des Novemberpogroms wurde er am 10.11.1938 verhaftet und in das KZ Sachsenhausen eingeliefert. Er trug dort die Häftlingsnummer 1-121625. Das Entlassungsdatum ist nicht bekannt.

Kurz vor seiner Deportation in das Ghetto Minsk am 18.11.1941 musste Siegmund Hammerschlag noch in das „Judenhaus“ in der Franz-Liszt-Straße 11a umziehen. In Minsk erlag er den Entbehrungen oder wurde ermordet.


Verfasserin:
Barbara Ebeling (2011)

Informationsquellen:
Staatsarchiv Bremen, Akte 4,54 – E 4196

Weitere Informationen:
Glossarbeitrag Minsk
Glossarbeitrag Sachsenhausen
Glossarbeitrag Novemberpogrom