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Inge Grün, *1933

deportiert 1941
ermordet in Minsk


Daniel-von-Büren-Str. 54
Bremen-Mitte
ehemalige Straßenbezeichnung: Kaufmannsmühlenkamp 5


Daniel-von-Büren-Str. 54 - Weitere Stolpersteine:


Inge Grün

Inge Grüngeb. 2.11.1933 in Bremen

Inge Beate Grün war die Tochter von Julius Grün und Netti Grün, geb. Hochstädt. Ihre Eltern stammten beide aus dem nördlichen Teil der Bukowina, der bis 1918 zu Österreich und nach 1918 zu Rumänien gehörte und heute in der Ukraine liegt.

Im Oktober 1931 beantragte der kaufmännische Angestellte Julius Grün in Bremen „die Einreiseerlaubnis für Frl. Netty Hochstädt aus Rumänien zum Zwecke der Eheschließung“. Die Polizeidirektion Bremen erteilte nach wenigen Tagen die Einreiseerlaubnis. Julius Grün und Netti Hochstädt heirateten am 24.11.1931.

Die Eltern wohnten mit der Tochter bis 1938 in Bremen-Mitte in der Düsternstraße 7; danach waren sie vom 28.7.1938 bis zum 17.11.1941 im „Judenhaus“ Kaufmannsmühlenkamp 5 gemeldet.

Anfang 1939 besuchte Inge Grün mit ihrer Mutter deren Bruder Friedrich Hochstädt in Czernowitz; zu diesem Zeitpunkt lebte auch ihre – 1948 verstorbene – Großmutter.
Anna Hochstädt, geb. Buchbinder, noch.

Julius, Netti und Inge Grün wurden am 18.11.1941 nach Minsk deportiert. Dort wurden sie ermordet.

Inge Grün wurde acht Jahre alt.

Verfasser: Dr. Klaus Eissing / Michael Cochu (2011)

Informationsquellen:
Staatsarchiv Bremen: Einwohnermeldekarte und Akte 4,54-E12030
Yad Vashem: Central Database of Shoah Victims’ Names

Weitere Informationen:
Glossarbeitrag "Judenhäuser"
Glossarbeitrag Minsk