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Bernhard Meyer, *1883

deportiert 1941
ermordet in Minsk


Elsasser Str. 114
Bremen-Schwachhausen


Elsasser Str. 114 - Weitere Stolpersteine:


Bernhard Meyer

geb. 19.12.1883 in Halberstadt

Der Kaufmann Moritz Meyer lebte zunächst in Halberstadt, wo er geheiratet hatte und wo am 29.6.1914 die Tochter Anni geboren wurde. Über die Halberstädter Jahre liegen keine weiteren Informationen vor.

In Bremen war der zwischenzeitlich geschiedene Moritz Kaufmann ab dem 5.6.1928 gemeldet. Am 18.4.1929 meldete er in Bremen ein Gewerbe als Buchdrucker an, das am 18.5.1931 wieder abgemeldet wurde. Er war als Geschäftsführer in einer Druckerei tätig, ehe er zu einem unbekannten Zeitpunkt in der Buchdruckerei seines Bruders Jacob Meyer angestellt wurde. Dieser gab den Betrieb 1938 auf, weil er auswanderte. Danach lebte Bernhard Meyer von Gelegenheitsarbeiten und musste mehrfach die Wohnung wechseln.

Am 15.11.1940 wurde er Untermieter in der Elsasser Straße 114 bei Hanny Cohen, geb. 31.3.1905 in Osterholz-Scharmbeck. Am 28.8.1941 heiraten die beiden.

Die Eheleute wurden - wie auch die anderen Bewohner des „Judenhauses“ Elasser Straße 114 - am 18.11.1941 nach Minsk deportiert. Dort wurden sie ermordet: sofern sie nicht den unmenschlichen Lebensbedingungen im Ghetto erlagen, fielen sie einer der Massenmordaktionen, die Ende Juli 1942 begannen, zum Opfer.


Verfasserin:
Barbara Ebeling (2013)

Informationsquellen:
Staatsarchiv Bremen, Akte 4,54-E11681, Einwohnermeldekarte der Stadt Bremen

Weitere Informationen:
Glossarbeitrag Minsk