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Heymann Cohen, *1883

deportiert 1941
ermordet in Minsk


Elsasser Str. 114
Bremen-Schwachhausen


Elsasser Str. 114 - Weitere Stolpersteine:


Heymann Cohen

geb. 04.10.1883 in Neustadt-Gödens

Heymann Cohen war Arbeiter. Er war seit dem 27.12.1909 mit Hedwig Cohen, geb. Levi, geb. am 30.11.1883 in Nordhausen, verheiratet. Die Eheleute hatten eine Tochter, Inge, geb. am 26.4.1921 in Streek, Amt Varel.

Ab dem 26.3.1940 war die Familie in Bremen, Faulenstraße 26 gemeldet und ab dem 31.12.1940 im "Judenhaus" Elsasser Straße 114. Den vorherigen Wohnort Oldenburg i.O. hatten die letzten jüdischen Bewohner im Rahmen der Vertreibung der Juden des Oldenburger Landes und Ostfrieslands im April 1940 verlassen müssen.

Ihre Tocher Inge wurde zu einem späteren Zeitpunkt in das "Judenhaus" Wilhelmshavener Straße 3 (heute Hauffstraße 2) eingewiesen. Für sie wurde dort, als inzwischen verheiratete Rosenbach geb. Cohen, ein Stolperstein verlegt.

Ob bzw. welche verwandtschaftlichen Beziehungen zwischen der Familie Heymann Cohen und der bis zu ihrer Deportation ebenfalls in der Elsasser Straße 114 lebenden Klara Cohen, geb. Assenheimer, bestanden, konnte bislang nicht geklärt werden.

Heymann Cohen wurde – wie auch die anderen Bewohner des „Judenhauses“ Elsasser Straße 114 – am 18.11.1941 nach Minsk deportiert. Dort wurde er ermordet: sofern er nicht den unmenschlichen Lebensbedingungen im Ghetto erlag, fiel er einer der Massenmordaktionen, die Ende Juli 1942 begannen, zum Opfer.


Verfasserin:
Barbara Ebeling (2013)

Informationsquellen:
Staatsarchiv Bremen, Einwohnermeldekarte der Stadt Bremen

Weitere Informationen:
Glossarbeitrag Minsk
Glossarbeitrag Judenvertreibung Ostfriesland / Oldenburg