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Ilse Neugarten, *1936

deportiert 1941
ermordet in Minsk


Elsasser Str. 114
Bremen-Schwachhausen


Elsasser Str. 114 - Weitere Stolpersteine:


Ilse Neugarten

geb. 14.1.1936 in Zeven

Ihre Eltern hießen Siegfried Neugarten, geb. 16.3.1887 in Mengede, und Melitta, geb. Cohen, geb. 10.8.1911 in Neustadt-Gödens. Das Wohn- und Geschäftshaus der Viehhändlerfamilie Neugarten in der Zevener Lange Straße 32/Ecke Kirchhofsallee steht heute nicht mehr.

Ihr Vater Siegfried Neugarten wurde 1937 wegen „Rassenschande“ zu einer dreijährigen Zuchthausstrafe verurteilt und in das Zuchthaus Hameln überstellt. Am 18.11.1941 wurde er in das Ghetto Minsk deportiert und dort ermordet.

Ilse Neugarten und ihre Mutter zogen im April 1938 zu deren Eltern nach Oldenburg. Ab 26.3.1940 waren sie in Bremen, Faulenstraße 26/28 gemeldet und ab 31.12.1940 im "Judenhaus" Elsasserstraße 114.

Beide wurden – wie auch die anderen Bewohner des Hauses – am 18.11.1941 nach Minsk deportiert. Dort wurden sie ermordet: sofern sie nicht den unmenschlichen Lebensbedingungen im Ghetto erlagen, fielen sie einer der Massenmordaktionen, die Ende Juli 1942 begannen, zum Opfer.


Verfasserin:
Barbara Ebeling (2013)

Informationsquellen:
Staatsarchiv Bremen, Einwohnermeldekarte der Stadt Bremen
Obenaus, Herbert (Hrsg.): Historisches Handbuch der jüdischen Gemeinden in Niedersachsen und Bremen, 2 Bände, Göttingen 2005, S. 1100 ff.
www.kivian.de/Projektseiten/juedisches_leben/webroot/index.php?go=themen_familie_siegfried_neugarten
Bundesarchiv, Gedenkbuch - Opfer der Verfolgung der Juden unter der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft in Deutschland 1933-1945

Weitere Informationen:
Glossarbeitrag Minsk