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Julius Lundner, *1924

deportiert 1941
ermordet in Minsk


Hastedter Heerstr. 202/204
Bremen-Hemelingen
ehemalige Straßenbezeichnung: Hastedter Heerstr. 334


Hastedter Heerstr. 202/204 - Weitere Stolpersteine:


Julius Lundner

Julius Lundnergeb. 20.8.1924 in Halberstadt

Julius Lundner war der Sohn von Isaak und Frieda Lundner, geb. Kraismann. Die Familie zog 1930 von Halberstadt nach Bremen.

Isaak Lundner wurde in der Pogromnacht vom 9./10.1938 verhaftet und nach kurzem Aufenthalt im Zuchthaus Bremen-Oslebshausen im KZ Sachsenhausen inhaftiert. Am 13.12.1938 wurde er entlassen, vermutlich mit der Auflage umgehend zu emigrieren. Im Februar 1939 meldete er sich nach Brüssel ab. Seine Familie blieb in Bremen. Nach dem Einmarsch der deutschen Truppen in Belgien im Jahr 1940 wurde er dort verhaftet und im Sammellager Malines/Mechelen interniert. Am 4.8.1942 wurde in das Vernichtungslager Auschwitz deportiert und später dort ermordet.

Frieda Lundner wurde am 18.11.1941 zusammen mit ihren fünf Kindern und ihrer Schwester Selda Jakubowicz nach Minsk deportiert und dort ermordet. Sie wurden nach Kriegsende für tot erklärt.

Geschwister:
Zilla, geb.1926 in Halberstadt
Berta, geb.1927 in Halberstadt
Sally, geb.1928 in Halberstadt
Ruth, geb.1935 in Bremen

Verfasser:
Bernhard Lieber (2011)

Informationsquellen:
Staatsarchiv Bremen

Weitere Informationen:
Glossarbeitrag Novemberpogrom
Glossarbeitrag Sachsenhausen
Glossarbeitrag Malines / Mechelen
Glossarbeitrag Auschwitz
Glossarbeitrag Minsk