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Sali Stempel, geb. Kleinberg, *1863

Deportiert 1942 Theresienstadt
Ermordet in Treblinka


Schillerstraße 14
Bremen-Mitte

Verlegedatum: 30.09.2014


Schillerstraße 14 - Weitere Stolpersteine:


Sali Stempel

geb. 10.12.1863 in Gura Humora

Sali Slata Stempel war die Tochter von Wolf und Erna Kleinberg (geb. Merdler). Sie war mit Leiser (gen. Louis) Stempel (geb. 4.10.1852, gest. 29.10.1916) verheiratet. Die Eheschließung fand am 26.8.1885 in Gura-Humora (Bukowina) statt. Er war Inspektor von Beruf, der Arbeitsbereich ist nicht bekannt. Sein Grabstein ist auf dem jüdischen Friedhof in Bremen-Hastedt erhalten geblieben. Das Ehepaar hatte zwei Kinder: Zerline (geb. 18.1.1897 in Wien) und Walter (geb. 8.7.1901 in Wien).

Zum Leben von Sali Stempel gibt es heute nur noch wenige Unterlagen, die ausgewertet werden konnten; Hauptquelle ist ihre Einwohnermeldekarte. Danach zog die Familie 1910 von Wien nach Bremen. Seit 1931 wohnte Sali Stempel mit ihrem Sohn Walter in der Schillerstraße 14. Am 10.1.1942 musste sie ihre Wohnung verlassen und in das jüdischen Altersheim Gröpelinger Heerstraße 167 einziehen.

Am 23.7.1942 wurde das Altersheim von den Behörden geräumt und alle Bewohner nach Theresienstadt deportiert, unter ihnen auch Sali Stempel. Am 26.9.1942 wurde sie in das Vernichtungslager Treblinka überstellt und dort ermordet. Ihr Todestag ist nicht bekannt.

Ihre Tochter Zerline (gesch. Bollinger) sowie ihr Sohn Walter mit seiner Ehefrau Emmy und deren siebenjährige Tochter Anneliese Röttgen wurden am 18.11.1941 nach Minsk deportiert und dort ermordet.

Verfasser:
Peter Christoffersen (2014)

Informationsquellen:
Staatsarchiv Bremen, Einwohnermeldekartei
Bundesarchiv, Gedenkbuch - Opfer der Verfolgung der Juden unter der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft in Deutschland 1933-1945

Weitere Informationen:
Glossarbeitrag Theresienstadt
Glossarbeitrag Treblinka