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Fritz Obermeier, *1909

DEPORTIERT 1941, MINSK,
ERMORDET


Bürgermeister-Deichmann-Straße 65
Bremen-Walle
ehemalige Straßenbezeichnung: Wartburgstraße 31/33

Verlegedatum: 20.09.2018


Bürgermeister-Deichmann-Straße 65 - Weitere Stolpersteine:


Fritz Obermeier

geb. 1909

Fritz Obermeier wurde als zweites Kind des jüdischen Ehepaares Joseph und Minna Obermeier in Salzuflen geboren. Die Familie zog später nach Geestemünde. Das Ehepaar hatte fünf Kinder.

Der Maschinist Fritz Obermeier heiratete 1933 in erster Ehe die christliche Else Bruns und konvertierte nach seiner Heirat zum Christentum. Das Ehepaar zog nach Bremen. Diese Ehe wurde 1940 aufgehoben, anschließend auch die Mitgliedschaft von Fritz Obermeier in der christlichen Kirche. Ab 1941 wohnte er In der Wartburgstraße 31/33 (heute Bürgermeister-Deichmann-Straße 65).

In zweiter Ehe heiratete er am 29.3.1941 die jüdische Ruth Deichmann, geboren 1913 in Syke. Sie war die Tochter von August und Melanie (Minna) Deichmann, geb. Kahn. Der Vater war Kaufmann (Rohprodukten- und Tabakwarenhändler). Sie lebte nach dem Schulabschluss meist als Haustochter bei den Eltern.

Nach ihrer Heirat mit Fritz Obermeier zog sie zu ihm nach Bremen. Am 18.11.1941 wurde das Ehepaar in das Ghetto Minsk deportiert.

Eine ausführliche Biografie mit Quellenangaben wird im Band 5 der Publikationsreihe STOLPERSTEINE IN BREMEN erscheinen (geplant Frühjahr 2019).

Verfasserin: Anning Lehmensiek (2018)