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Ruth Obermeier, geb. Deichmann, *1913

DEPORTIERT 1941, MINSK,
ERMORDET


Bürgermeister-Deichmann-Straße 65
Bremen-Walle
ehemalige Straßenbezeichnung: Wartburgstraße 31/33

Verlegedatum: 20.09.2018


Bürgermeister-Deichmann-Straße 65 - Weitere Stolpersteine:


Ruth Obermeier

geb. 15.10.1913

Am 15.10.1913 kam Ruth als Tochter von August und Melanie (Minna) Deichmann, geb. Kahn, in Syke zur Welt. Der Vater besaß in Syke ein Geschäft für Rohprodukte und Tabakwaren. Seit dem 1.4.1941 war Ruth in Bremen angemeldet. Vom 25.8.1933 bis zum 30.9. 1934 hatte sie schon einmal in Bremen gelebt – im jüdischen Altersheim in der Gröpelinger Heerstraße 167, wo sie eine Lehre als Köchin begann. In der übrigen Zeit lebte sie als Haustochter bei den Eltern in Syke.

Ruth heiratete am 29.3.1941 Fritz Obermeier und lebte mit ihm in der Bürgermeister-Deichmann-Straße. Nur acht Monate später, am 27.11.1941, wurde das Ehepaar in das Ghetto in Minsk deportiert. In diesem Transport waren auch ihre Eltern und ihr Bruder Fredy, der die Bedingungen im Minsker Ghetto überlebte und nach einer Lagerodyssee am 6.11.1944 im KZ Flossenbürg ermordet wurde. Die Eltern, ihre Tochter Ruth und deren Mann Fritz Obermeier sind im Ghetto Minsk gestorben. Im Gedenkbuch wird für Ruth das Todesdatum 28.7.1942 angegeben. Sofern sie nicht den unmenschlichen Bedingungen im Ghetto erlag, fiel sie einer der Massenmordaktionen zum Opfer, die Ende Juli 1942 begannen.

Eine ausführliche Biografie mit Quellenangaben wird im Band 5 der Publikationsreihe STOLPERSTEINE IN BREMEN erscheinen (geplant Frühjahr 2019).

Anning Lehmensiek (2018)