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Regina Levy, geb. Bottwin, *1881

DEPORTIERT 1941, MINSK,
ERMORDET


Bürgermeister-Deichmann-Straße 65
Bremen-Walle
ehemalige Straßenbezeichnung: Wartburgstraße 31/33

Verlegedatum: 20.09.2018


Bürgermeister-Deichmann-Straße 65 - Weitere Stolpersteine:


Regina Levy

geb. 1881

Arthur Levy wurde in Rheydt, Kreis Mönchengladbach, geboren. Regina Levy, geboren 1881 in Bremen, heiratete Arthur Levy 1907 in Elberfeld. Dort wurden 1908 Sohn Erich und 1914 Tochter Irmgard geboren.

Die Familie zog 1913 nach Bremen in die Warburgstraße 31/33 (heute Bürgermeister-Deichmann-Straße 65).Haus und Grundstück konnte 1926 Regina Levy erwerben. Hier betrieb Arthur de Levy im Erdgeschoss ein Warengeschäft mit Berufsbekleidung, Herrengarderobe nach Maß sowie Rohproduktenhandel. Sohn Erich war als kaufmännischer Gehilfe im väterlichen Betrieb beschäftigt.

Ab 1933 ließen nach der „Machtergreifung“ die Umsätze stark nach und das Haus war von Zwangsversteigerung bedroht. In der Reichspogromnacht 1938 stürmten SA-Männer Laden und Wohnung. Arthur Levy und Sohn Erich wurden verhaftet und in das KZ Sachsenhausen deportiert. Nach ihrer Entlassung Anfang 1939 war Regina Levy endgültig gezwungen, Haus und Grundstück zu verkaufen. Auswanderungspläne nach Argentinien ließen sich nicht verwirklichen.

Am 18.11.1941 wurden Arthur, Regina und Erich de Levy in das Ghetto Minsk deportiert. Nur Tochter und Schwester Irmgard überlebte den Holocaust, ihr war 1939 die Flucht in die USA gelungen.

Eine ausführliche Biografie mit Quellenangaben wird im Band 5 der Publikationsreihe STOLPERSTEINE IN BREMEN erscheinen (geplant Frühjahr 2019).

Verfasserin: Kirsten-Constanze Gossau (2018)