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Elise de Jonge, *1923

deportiert 1941
ermordet in Minsk


Alte Hafenstraße 23
Bremen-Vegesack
ehemalige Straßenbezeichnung: Hafenstraße 23


Alte Hafenstraße 23 - Weitere Stolpersteine:


Elise de Jonge

geb. 27.1.1923 in Weener

Elise de Jonge war die jüngere Tochter des 1874 geborenen Simon de Jonge und seiner 1886 geborenen Ehefrau Rebecka, geb. Pelz. Zusammen mit ihrer Schwester Leni und ihrem Bruder Arno ist sie in der Süderstraße in Weener aufgewachsen. Auch ihre Großeltern mütterlicherseits haben dort im Alter gelebt. Der Vater hatte einen landwirtschaftlichen Betrieb und war Viehhändler.

Nach einem Erlass der Gestapoleitstelle Wilhelmshaven mussten im Februar 1940 alle Juden innerhalb kürzester Zeit Ostfriesland und Oldenburg verlassen. Elise de Jonge kam aus diesem Grund mit ihren Eltern und ihrem Bruder Arno nach Vegesack, wo sie Beschäftigung als Haushaltshilfe fand. Ihre inzwischen verheiratete Schwester Leni war nicht mit nach Vegesack gezogen. Ihr weiteres Schicksal ist unbekannt.

Am 18.11.1941 wurde Elise de Jonge – wie auch ihre Eltern und ihr Bruder Arno – von Bremen aus in das Ghetto Minsk deportiert. Dort wurde sie ermordet: sofern sie nicht den unmenschlichen Lebensbedingungen im Ghetto erlag, fiel sie einer der Massenmordaktionen, die Ende Juli 1942 begannen, zum Opfer.


Verfasserin:
Wiltrud Ahlers (2011)

Informationsquellen:
Günther Rohdenburg./.Karl-Ludwig Sommer, Erinnerungsbuch für die als Juden verfolgten Einwohner Bremens, Bremen 2006
hrsg. von Günther Rohdenburg und Karl-Ludwig Sommer
Herbert Obenaus u. a. (Hrsg.), Historisches Handbuch der jüdischen Gemeinden in Niedersachsen und Bremen, Bd. II, Göttingen 2005, (S.1191)
Arbeitskreis 50. Jahrestag Synagogenbrand Weener

Weitere Informationen:
Glossarbeitrag "Judenhäuser"
Glossarbeitrag Minsk