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Chana Lipschütz, geb. Kalischer, *1856

Flucht 1939 Belgien interniert im Lager Malines
ermordet in Auschwitz


Hastedter Heerstr. 407
Bremen-Hemelingen
ehemalige Straßenbezeichnung: Hastedter Heerstr. 481


Hastedter Heerstr. 407 - Weitere Stolpersteine:


Chana Lipschütz

geb. 11.10.1856 in Krakau

Die Familie von Chana (Scheindel) Lipschütz, geb. Kalischer lebte seit mindestens zwei Generationen in Krakau. Sie war seit 1901 in Bremen gemeldet. Als ihre letzte Anschrift ist Sebaldsbrücker Heerstraße 29 angegeben. Vermutlich war sie nach dem Tod ihres Mannes zu ihrem Sohn Feiwel Lipschütz gezogen. 1939 wanderte sie nach Antwerpen aus. Dort lebte sie in der Wohnung ihres Sohnes Feiwel, der sich seit 1938 in Belgien aufhielt. Im April 1940 gelang der Familie ihres Sohnes ebenfalls die Flucht nach Antwerpen.

Am 3.3.1943 wurde Chana (Scheindel) Lipschütz in Antwerpen verhaftet und in das Sammellager Malines/Mechelen (Kaserne Dossin), eingeliefert. Von dort wurde sie am 19.4.1943 mit dem Transport XX, als Nr. 968 im Alter von 86 Jahren nach Auschwitz deportiert. Der Zug erreichte Auschwitz am 22.4.1943. Weitere Angaben über ihr Schicksal sind nicht bekannt. Sie wurde auf den 8.5.1945 für tot erklärt.

Chana (Scheindel) Lipschütz war verheiratet mit Moses Lipschütz. Er war Kantor der ostjüdischen Gemeinde „Beth Hamidrasch Schomre Schabbos“ (Haus der Schabbath-Hüter), die ihr Bethaus in der Sebaldsbrücker Heerstraße 55 hatte.

Ehemann:
Moses Lipschütz (geb.1852 in Görlitz, gest.1934 in Bremen)

Kinder:
Feiwel Lipschütz


Verfasser:
Peter Christoffersen (2011)

Informationsquellen:
Staatsarchiv Bremen Akte 4,54-E11199
Judenregister Antwerpen
Archiv Kazerne Dossin, Mechelen

Weitere Informationen:
Glossarbeitrag Malines / Mechelen
Glossarbeitrag Auschwitz
Glossarbeitrag Ostjüdische Gemeinde