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Isidor Flamm, *1918

ausgewiesen 1938 nach Polen
Schicksal unbekannt


Hastedter Heerstr. 407
Bremen-Hemelingen
ehemalige Straßenbezeichnung: Hastedter Heerstr. 481


Hastedter Heerstr. 407 - Weitere Stolpersteine:


Isidor Flamm

geb. 2.1.1918 in Bremen

Isidor Flamm war der Sohn von Juda Flamm und seiner Ehefrau Rifka-Laja, geb. Wandstein. Er hatte neun Geschwister (siehe Familienübersicht).

Er besaß die polnische Staatsangehörigkeit und wurde von der Polizeibehörde ständig überwacht. So verzeichnete seine Polizeiakte, dass er am 13.9.1934 aus dem Kreis Bonn kommend wieder zu seinen Eltern zog. Angeblich sollte er eine Lehrstelle als Schuster bekommen. Das zerschlug sich vermutlich, da er zunächst bei seinem Vater arbeitete. Ab dem 3.1.1936 soll er dann bei dem Rohproduktenhändler Beiser gearbeitet haben. Nach seiner Versicherungskarte hat er mit Unterbrechungen von 1934 bis April 1938 gearbeitet. Auf den Quittungskarten von 1936 und 1937 wurde als sein Beruf Bote angegeben.

Am 27./28.10.1938 wurde Isidor Flamm im Rahmen der Polenaktion ein Aufenthaltsverbot für das Deutsche Reichsgebiet zugestellt, und er wurde zur polnischen Grenze deportiert. Danach verliert sich seine Spur.

Nach dem Gedenkbuch des Bundesarchivs wurde er 1941 in ein unbekanntes Vernichtungslager (Osttransport) deportiert.


Verfasser:
Peter Christoffersen (2012)

Informationsquellen:
Staatsarchiv Bremen, Akte 4,54-E11899
www.bundesarchiv.de/gedenkbuch/

Weitere Informationen:
Glossarbeitrag Polenaktion