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Netti Flamm, *1919

deportiert 1941
ermordet in Minsk


Hastedter Heerstr. 407
Bremen-Hemelingen
ehemalige Straßenbezeichnung: Hastedter Heerstr. 481


Hastedter Heerstr. 407 - Weitere Stolpersteine:


Netti Flamm

Netti Flammgeb. 14.10.1919 in Bremen

Netti Flamm war die Tochter von Juda Flamm und seiner Ehefrau Rifka-Laja, geb. Wandstein. Sie hatte neun Geschwister (siehe Familienübersicht).

Sie war als Haushaltsgehilfin/Hausangestellte tätig. Von April 1936 bis Februar 1939 lebte sie in Hamburg und war dort bis April 1938 sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Ab 1939 lebte sie wieder in Bremen. Vom 13.6.1941-24.11.1941 wurden erneut Beiträge zur Rentenversicherung abgeführt. Ob sie in dieser Zeit auch, wie ihre Schwestern Hanni und Netti, im Jüdischen Altersheim eine Beschäftigung fand, lässt sich nicht nachweisen.

Ihr letzter Wohnort in Bremen war im "Judenhaus" Kaufmannsmühlenkamp 5, wo auch ihre Mutter untergekommen war.

Netti Flamm wurde mit ihrer Mutter und ihren Schwestern Hanni und Charlotte am 18.11.1941 in das Ghetto Minsk deportiert. Dort wurde sie ermordet: sofern sie nicht den unmenschlichen Lebensbedingungen im Ghetto erlag, fiel sie einer der Massenmordaktionen, die Ende Juli 1942 begannen, zum Opfer.

Das Foto zeigt Netti und Sophie Flamm. Es wurde vermutlich 1939 auf dem Bremer Hauptbahnhof aufgenommen, kurz vor der erneuten Ausreise von Sophie nach Polen (nach Dünzelmann, S. 141).


Verfasser:
Peter Christoffersen (2012)

Informationsquellen:
Staatsarchiv Bremen, Akte 4,54-E11900, Einwohnermeldekarte
Dünzelmann, Juden in Hastedt, Bremen 1995, S. 138-141

Abbildungsnachweis: Privatbesitz

Weitere Informationen:
Glossarbeitrag "Judenhäuser"
Glossarbeitrag Minsk