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Heinrich Behrens, *1915

eingewiesen in die "Heilanstalt" Meseritz
ermordet 19.2.1944


Luisental 5/ neben Einfahrt Seniorenresidenz
Bremen-Horn-Lehe


Luisental 5/ neben Einfahrt Seniorenresidenz - Weitere Stolpersteine:


Heinrich Behrens

geb. 2.3.1915 in Bremen

Wenige Wochen vor seinem 29. Geburtstag starb Heinrich Behrens, nach einem kurzen Leben, das geprägt war von einer Odyssee durch verschiedene Heime und Anstalten.

Über die Rotenburger Anstalten (heute Rotenburger Werke der Inneren Mission), wo er seit 1921 lebte, führte ihn bereits 1924 sein Weg ins Haus Reddersen. Als die NS-Gesundheitsbehörde die Einrichtung mit Beginn des Zweiten Weltkriegs auflöste, nahm ihn zunächst seine Mutter auf, die ihn jedoch knapp zwei Monate später in die Bremer Nervenklinik brachte. Hier wurde Heinrich Behrens, der laut ärztlicher Diagnose an „angeborenem Schwachsinn“ litt, bei Hilfsarbeiten auf den Stationen eingesetzt. Er bettete die Kranken, fütterte sie, wischte auf und übernahm die Wäschereinigung.

Nach der Bombardierung der Bremer Nervenklinik brachte man den jungen Mann am 9.12.1943 in die "Heilanstalt" Meseritz-Obrawalde, wo er nur wenige Wochen später, am 19.2.1944, starb.


Verfasserin:
Gerda Engelbracht (2011)

Informationsquellen:
Archiv Klinikum Bremen-Ost, Krankenakte

Weitere Informationen:
Glossarbeitrag "Euthanasie" / Zwangssterilisation
Glossarbeitrag Haus Reddersen