Sie befinden sich hier | Kapitelüberschrift  Suche
Schriftgroesse verkleinern Schriftgroesse normal Schriftgroesse vergrössern
Diese Seite ausdrucken

Ernst Friedemann, *1899

deportiert 1941
ermordet in Minsk


Rembrandtstr. 25
Bremen-Schwachhausen


Rembrandtstr. 25 - Weitere Stolpersteine:


Ernst Friedemann

geb. 31.12.1899 in Rotenburg

Ernst Friedemann war der Sohn von Louis Friedemann (geb. 1871) und seiner Ehefrau Lina, geb. Homberg (geb. 1868). Seine Eltern heirateten am 8.4.1899 in Hamburg. Aus ihrer Ehe waren zwei Kinder hervorgegangen: Ernst und Ilse, geb. 16.5.1904 in Rotenburg (Hannover).

Ernst war ledig und wie sein Vater kaufmännischer Angestellter.

Die Familie Friedemann war vom 28.6.1912 – 3.1.1938 in Achim, zuletzt Am Schmiedeberg 10, gemeldet, wo sie von Rotenburg aus zugezogen war. 1938 wurde sie aus Achim vertrieben. Am 4.1.1938 zogen sie nach Bremen in die Rückertstraße 26, von dort zwangsweise am 1.11.1941 in das "Judenhaus" Rembrandtstraße 25.

Seine Schwester Ilse hatte 1927 den Produktenhändler Arnold Löwenthal, geb. 1899 in Vegesack, geheiratet und lebte in Vegesack. Am 2.1.1941 zogen Arnold und Ilse Löwenthal zwangsweise nach Bremen in das "Judenhaus" Rembrandtstraße 25.

Louis, Lina und Ernst Friedemann, Arnold und Ilse Löwenthal, geb. Friedemann, sowie alle anderen Bewohner des "Judenhauses" Rembrandtstraße 25 wurden am 18.11.1941 nach Minsk deportiert. Dort wurden sie ermordet: sofern sie nicht den unmenschlichen Lebensbedingungen im Ghetto erlagen, fielen sie einer der Massenmordaktionen, die Ende Juli 1942 begannen, zum Opfer.


Verfasserin:
Dagmar Eder/Kristine Grzemba (2011)

Informationsquellen:
Staatsarchiv Bremen, Akte 4,54-E11874, Einwohnermeldekartei

Weitere Informationen:
Glossarbeitrag "Judenhäuser"
Glossarbeitrag Minsk