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Ilse Löwenthal, geb. Friedemann, *1904

deportiert 1941
ermordet in Minsk


Rembrandtstr. 25
Bremen-Schwachhausen


Rembrandtstr. 25 - Weitere Stolpersteine:


Ilse Löwenthal

geb. 16.5.1904 in Rotenburg/Wümme

Ilse Löwenthal war die Tochter von Louis Friedemann (geb. 1871 in Steyerberg) und seiner Ehefrau Lina geb. Homberg (geb. 1868 in Obermarsberg). 1927 heiratete sie Arnold Löwenthal, geb. 13.3.1899 in Vegesack, und wohnte mit ihm in Vegesack, Hafenstraße 64.

Ihr Ehemann war gelernter Polsterer und Dekorateur, übte seinen Beruf allerdings nicht aus, da er das Altwarengeschäft seines Vaters übernahm. Ab 1922 arbeitete er als selbständiger Produktenhändler bis er das Geschäft 1938 aufgeben musste. Im Zuge des Novemberpogroms 1938 wurde er verhaftet und ins KZ Sachsenhausen eingeliefert. Am 12.12.1938 wurde er entlassen.

Nach seiner Rückkehr arbeitete Arnold Löwenthal in seinem Beruf als Polsterer bei den Borgward Werken. Das Ehepaar musste jedoch sein Haus verlassen und wurde in die Hafenstraße 23 eingewiesen. Am 2. Januar 1941 mussten Arnold und Ilse Löwenthal nach Bremen in das "Judenhaus" in der Rembrandtstraße 25 umziehen.

Arnold und Ilse Löwenthal sowie alle anderen Bewohner des "Judenhauses" Rembrandtstraße 25, darunter auch ihre Eltern und ihr Bruder Louis, Lina und Ernst Friedemann, wurden am 18.11.1941 nach Minsk deportiert. Dort wurden sie ermordet: sofern sie nicht den unmenschlichen Lebensbedingungen im Ghetto erlagen, fielen sie einer der Massenmordaktionen, die Ende Juli 1942 begannen, zum Opfer.


Verfasserin:
Dagmar Eder/Kristine Grzemba (2011)

Informationsquellen:
Staatsarchiv Bremen, Akte 4,54-E11532
Bundesarchiv, Gedenkbuch - Opfer der Verfolgung der Juden unter der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft in Deutschland 1933-1945

Weitere Informationen:
Glossarbeitrag "Judenhäuser"
Glossarbeitrag Minsk