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Helene de Vries, geb. van der Zyl, *1906

deportiert 1941
ermordet in Minsk


Westerstr. 28
Bremen-Neustadt


Westerstr. 28 - Weitere Stolpersteine:


Helene de Vries

geb. 22.7.1906 in Weener

Helene de Vries, geb. van der Zyl aus Weener, war mit Erich de Vries (geb. am 26.10.1907 in Harpstedt) verheiratet. Sie hatten eine Tochter Marga, geboren am 15.9.1934 in Wildeshausen. Die Familie lebte gemeinsam mit der Mutter von Erich de Vries in Harpstedt in der Großen Eßmerstraße 155 (heute Nr. 20) in einem Haus, das ihnen seit Generationen gehörte. Erich de Vries betrieb in Harpstedt eine Schlachterei, die er vom Vater übernommen hatte. Mit den zunehmenden Boykottmaßnahmen gegen Juden wurde es auch für ihn immer schwieriger, den Betrieb aufrecht zu erhalten.

Erich, Helene und Marga de Vries verzogen am 16.6.1938 nach Bremen und fanden im "Judenhaus" in der Westerstraße 28 Unterkunft.

Am 18.11.1941 wurden Helene und Erich de Vries zusammen mit ihrer achtjährigen Tochter Marga von Bremen aus in das Ghetto Minsk deportiert. Dort wurden sie ermordet: sofern sie nicht den unmenschlichen Lebensbedingungen im Ghetto erlagen, fielen sie einer der Massenmordaktionen, die Ende Juli 1942 begannen, zum Opfer


Verfasserin:
Edith Laudowicz (2012)

Informationsquellen:
Staatsarchiv Bremen, Akte 4,54-E11794
Werner Meiners: Ortsartikel Harpstedt, in: Obenaus u.a. (Hg.), Historisches Handbuch der jüdischen Gemeinden in Niedersachsen und Bremen, 2 Bde., Göttingen 2005, S. 801-806
Heile, Chronik der Samtgemeinde Harpstedt, Band 2 von 1667 bis 1950, Harpstedt 1966

Weitere Informationen:
Glossarbeitrag "Judenhäuser"
Glossarbeitrag Minsk