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Emil Ostro, *1898

deportiert 1941
ermordet in Minsk


Schwachhauser Heerstr. 18/Ecke Parkstr.
Bremen-Schwachhausen
ehemalige Straßenbezeichnung: Parkstr. 1


Schwachhauser Heerstr. 18/Ecke Parkstr. - Weitere Stolpersteine:


Emil Ostro

geb. 4.4.1898

Emil Ostro wurde in Bremen geboren. Der Vater hieß Osias Ostro, die Mutter Adele, geb. Seelenfreund. Emil schloss die Ehe am 24.5.1940 mit der aus Bremerhaven stammenden, am 11.6.1912 geborenen Ruth Heumann. Deren Vater hieß Julius Heumann, die Mutter Rosa, geb. Neuhaus. Emil und Ruth Ostro waren beide jüdischer Herkunft. Er war als Kaufmann tätig, sie als Heimleiterin. Die Ehe blieb kinderlos.

Unter den Verfolgungsmaßnahmen des NS-Regimes hatten beide zu leiden, insbesondere Emil Ostro. Er wurde mehrfach verhaftet und entging in der Reichspogromnacht 1938 nur knapp einem Mordversuch durch SA-Mitglieder.

Bis August 1941 wohnte das Ehepaar in der Faulenstraße 11. Die letzten Wochen bis zur Deportation musste es im „Judenhaus“ Legion-Condor-Straße 1 (vor 1939 Parkstraße 1, heute Schwachhauser Heerstraße 18/Ecke Parkstraße) leben.

Auf der Einwohnermeldekarte von Emil und Ruth Ostro ist mit Datum 17.11.1941 eingetragen „aufgrund jüdischer Vorfahren – evakuiert“. Am 18.11.1941 wurden sie in das Ghetto Minsk deportiert. Sie wurden ermordet: Sofern sie nicht den unmenschlichen Lebensbedingungen im Ghetto erlagen, fielen sie einer der Massenmordaktionen zum Opfer, die Ende Juli 1942 begannen.

Verfasser:
Günter Kleinen (2017)

Informationsquellen:
StA Bremen Einwohnermeldekartei

Weitere Informationen:
Glossarbeitrag "Judenhäuser"
Glossarbeitrag Minsk