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Reinhold Roer, *1938

deportiert 1941
ermordet in Minsk


Nordstr./in Höhe der Haltestelle Grenzstr.
Bremen-Walle
ehemalige Straßenbezeichnung: Nordstr. 210


Nordstr./in Höhe der Haltestelle Grenzstr. - Weitere Stolpersteine:


Reinhold Roer

geb. 6.2.1938 in Frille

Reinhold Roer war der Sohn von Walter Roer (geb. 1907 in Barkhausen) und seiner Ehefrau Gertrud Roer, geb. Scheurenberg (geb. 1906 in Frille, Kreis Minden). Sein Vater hatte ein Textilgeschäft.

Er wohnte später mit seinen Eltern und seiner Großmutter Goldine Scheurenberg in Minden, wo sie ein Haus besaßen. Aus diesem wurden sie gewaltsam vertrieben und flüchteten nach Köln, dem Wohnort seiner Tante Henny. Nach kurzer Zeit wurde ihnen auch in dieser Stadt gleichfalls der Aufenthalt verwehrt. Am 21.10.1939 kamen sie daher nach Bremen. Hier lebten ebenfalls Verwandte seiner Mutter, Adolf Scheurenberg, Gröpelinger Deich 50. Dort fanden sie zunächst in einem Kellerraum Unterkunft. Am 30.9.1940 zogen sie in das „Judenhaus“ in der Nordstraße 210.

Am 18.11.1941 wurden Walter Roer, seine Ehefrau Gertrud und ihr dreijähriger Sohn Reinhold von Bremen aus in das Ghetto Minsk deportiert. Dort wurden sie ermordet: sofern sie nicht den unmenschlichen Lebensbedingungen im Ghetto erlagen, fielen sie einer der Massenmordaktionen, die Ende Juli 1942 begannen, zum Opfer.


Verfasser:
Manfred Runge (2011)

Informationsquellen:
Staatsarchiv Bremen, Akte 4,54-E10447

Weitere Informationen:
Glossarbeitrag "Judenhäuser"
Glossarbeitrag Minsk