Sie befinden sich hier | Kapitelüberschrift  Suche
Schriftgroesse verkleinern Schriftgroesse normal Schriftgroesse vergrössern
Diese Seite ausdrucken

Jenny ter Berg, *1927

deportiert 1941
ermordet in Minsk


Nordstr./in Höhe der Haltestelle Grenzstr.
Bremen-Walle
ehemalige Straßenbezeichnung: Nordstr. 210


Nordstr./in Höhe der Haltestelle Grenzstr. - Weitere Stolpersteine:


Jenny ter Berg

geb. 31.5.1927 in Bremen

Jenny ter Berg war die Tochter von Elias ter Berg (geb. 1888 in Ritterhude) und seiner Ehefrau Mathilde, geb. Rothschild (geb. 1888 in Oldenburg). Die Familie wohnte in der Calvinstraße 93.

Ihr Vater handelte mit Kurz- u. Galanteriewaren und war in diesem Gewerbe als Vertreter unterwegs. Ihre Mutter hatte ab 1927 eine Wäschevertretung. Nach der Verdrängung der Juden aus dem Wirtschaftsleben war der Vater ab 1935 im Altwaren- und Produktenhandel tätig.

In der Pogromnacht vom 9. auf den 10. November 1938 wurde Elias ter Berg verhaftet und war bis zum 23.12.1938 im KZ Sachsenhausen inhaftiert. Im Dezember 1940 mussten ter bergs ihre Wohnung verlassen und wurden in der Nordstraße 210 - in einem der Bremer „Judenhäuser“ - zwangsweise untergebracht.

Jenny, die seit dem 27.3.1941 in Hamburg gewohnt hatte, kehrte am 31.10.1941 zu ihren Eltern zurück, und zwar am 31.10.1941 kurz vor der Deportation am 18.11.1941.

Am 18.11.1941 wurden Elias, Mathilde und Jenny ter Berg von Bremen aus in das Ghetto Minsk deportiert. Dort wurden sie ermordet: sofern sie nicht den unmenschlichen Lebensbedingungen im Ghetto erlagen, fielen sie einer der Massenmordaktionen, die Ende Juli 1942 begannen, zum Opfer.


Verfasser:
Manfred Runge/Nathalie Sander (2011)

Informationsquellen:
Staatsarchiv Bremen, Akten 4,54-E11230, 4,54-Ra522, Einwohnermeldekartei
Adressbuch Bremen
www.ushmm.org (Holocaust Survivor & Victim Database Washington)

Weitere Informationen:
Glossarbeitrag "Judenhäuser"
Glossarbeitrag Minsk